Alle Tees werden aus derselben Teepflanze hergestellt, aber wie kommt es zu den Unterschieden zwischen weißem Tee, Grüntee, Schwarztee oder Oolong Tee? Hier findest du eine kleine Übersicht über die verschiedenen Herstellungsprozesse und die daraus entstehenden Eigenschaften der Tees.
- Grüner Tee: Grüner Tee ist nicht oxidiert und ähnelt wahrscheinlich am ehesten dem ursprünglich gepflückten Blatt. Er wird durch seine Frische geschätzt, ist dadurch aber auch nicht so lange haltbar wie andere Teesorten. Grüntee wird in vielen verschiedenen Formen angeboten – nadelartig, gerollt, flach, zu Kugeln gerollt (z. B. Dragon Pearls) oder fein gedreht.
- Schwarzer Tee: Schwarztee ist im Gegensatz zu Grüntee ein vollständig oxidierter Tee, der in vielen asiatischen Ländern wie China, Indien oder Sri Lanka hergestellt wird. Schwarztee ist der wohl am meisten getrunkene Tee, auch mit Milch oder Zucker. Durch die Oxidation können schwarze Tees verschiedene, reiche Aromen entwickeln – von malzig und vollmundig bis erfrischend.
- Oolong Tee: Oolong Tee ist ein halb oxidierter Tee. Die bereits reifen Blätter werden einige Stunden gewelkt und dann geschüttelt oder gerüttelt, damit die Zellwände aufbrechen und sich die Aromen besser entfalten können. Anschließend werden die Blätter gebrannt und geröstet, um eine weitere Oxidation zu verhindern. Leicht oxidierte Tees werden zu kleinen, glänzenden Kügelchen geformt, stärker oxidierter Tee zu langen, gedrehten Blättern.
- Weißer Tee: Weißer Tee gehört wie Grüntee zu den weniger oxidierten Tees. Die Herstellung ist allerdings aufwendig und dauert lange. Durch den langen Welkprozess bekommt er eine leichte, natürliche Oxidation. Er wird bei sehr niedriger Hitze gebacken. Silver Needle Tee wird aus den Knospen hergestellt, die so zart sind, dass sie einen weißen Flaum, das sogenannte „Pekoe“, haben. Größere Blätter sind hingegen meistens etwas stärker oxidiert.
- Pu Erh Tee: Pu Erh wird oft als nachfermentierter Tee bezeichnet. Er enthält Mikroorganismen mit probiotischen Eigenschaften, die die Verdauung unterstützen und ein gesundes Immunsystem fördern. Nach der Verarbeitung der Blätter wird der Tee bedampft und zu Talern geformt, die mehrere Jahre gelagert werden, bevor sie verkauft werden. Der Tee ist aber auch als loser Tee erhältlich. Nach der Fermentation gereifter Tee wie Pu Erh ist bei Liebhabern sehr begehrt, da er mit dem Lagerungsprozess immer komplexer wird. Seine Aromen reichen von erdig und ledrig bis hin zu schokoladig und holzig.